Internationale Sommerakademie Radolfzell
Seit 1994 ziehen die Meisterkurse Studierende aus aller Welt an den See und beschenken das begeisterte Publikum mit einer Reihe von Auftritten.
Anke Dill, Gustav Rivinius und Florian Wiek, international herausragende Musiker und renommierte Hochschulprofessoren, leiten die Meisterkurse in den Fächern Violine, Violoncello und Klavier. Sie eröffnen traditionell die Akademie mit dem Dozentenkonzert am 4. August in der Christuskirche.
Beim Unterricht der täglichen Meisterklassen in der darauffolgenden Woche können interessierte Besucher das Feilen an Technik und Interpretation direkt mitverfolgen und in einer Reihe von Open-Air- und Abendkonzerten die jungen Kursteilnehmer mit den Ergebnissen auf verschiedenen Konzertpodien erleben.
Höhepunkt der Sommerakademie bildet das Abschlusskonzert mit Preisverleihung in der Christuskirche. Im September folgt der Meisterkurs Dirigieren unter der Leitung des Zürcher Professors Johannes Schlaefli. In diesem zweiten Teil der Sommerakademie, der 2016 erstmals angeboten wurde, bekommen sechs ausgewählte Dirigentinnen und Dirigenten die Möglichkeit, mit der Bodensee Philharmonie Konstanz ein höchst anspruchsvolles Konzertprogramm zu erarbeiten und auf die Bühne zu bringen.
DIE SOMMERAKADEMIE IM ÜBERBLICK
» Di, 04.08.26, 19 Uhr: Eröffnungskonzert der Dozenten
in der Christuskirche, Brühlstr. 5a, Radolfzell
» Mi, 05.08. – Mi, 12.08.26: offener Unterricht in den Meisterklassen
für Violine, Violoncello und Klavier in der Musikschule Radolfzell,
Güttingerstr. 19. Eintritt frei
» Fr, 07.08. – Di, 11.08.26, täglich um 19 Uhr: Open-Air- und Abendkonzerte
der Studierenden in der Christuskirche. Eintritt frei
» Sa, 08.08. & So, 09.08.26, 10.30 Uhr: Matineekonzert am
Mettnausteg beim Strandcafé, Strandbadstr. 102. Eintritt frei
» Mi, 12.08.26, 19 Uhr: Abschlusskonzert der Studierenden mit
Preisverleihung in der Christuskirche. Eintritt frei
» Mo, 14.09. – Sa, 19.09.26: Meisterkurs Dirigieren
So! Oder anders? 1200 Jahre Radolfzell – Ausstellung Villa Bosch
Radolfzell hat sich in den 1200 Jahren seiner Geschichte immer wieder neu erfunden – durch
Entscheidungen, die seine Gemeinschaft formten, neue Wege öffneten und andere schlossen.
Anlässlich des Jubiläums schaut die Ausstellung zurück in die Geschichte und voraus in die Zukunft.
Welche historischen Entscheidungen haben Radolfzell geprägt und hätte es auch anders kommen
können? Vor welchen Herausforderungen steht die Stadt der Gegenwart und welche Wege wird sie
einschlagen?
Unter dem Titel „So! Oder anders? 1200 Jahre Radolfzell” setzt die Ausstellung an solchen
Entscheidungen an, um mögliche Vergangenheiten und mögliche Zukünfte aufzuzeigen. So entsteht
ein einzigartiges Ausstellungserlebnis, das Wissen vermittelt, zum Nachdenken anregt und den
gesellschaftlichen Dialog fördert.
Das „Milchwerk“ oder die „Tanke“, das „Rathaus“ oder der „See“ – in den Räumen der Villa Bosch
betreten die Besucher:innen vertraute Orte und entdecken sie auf überraschende Weise neu. Was
wäre, wenn Radolfzell eine Universitätsstadt geworden wäre? Was wäre, wenn die Stadt erneut
Standort einer Kaserne würde? Und was wäre, wenn der sinkende Seespiegel eine Landverbindung
zur Reichenau schaffen würde?
Auf die nächsten 1200 Jahre
Den Abschluss und Höhepunkt der Ausstellung bildet eine Zeitkapsel. Seit Jahrhunderten bewahren
Menschen Botschaften für die Nachwelt auf, verborgen in Grundsteinen, Kirchturmspitzen oder auf
Dachböden. Sie enthalten Dinge von so großer Bedeutung, dass sie die Zeit überdauern sollen und
erst in ferner Zukunft geöffnet werden dürfen.
Die Ausstellung greift diese Tradition auf und stellt die Frage: Was soll Radolfzell der Zukunft
hinterlassen? Welche Erinnerungen, Erfahrungen und Hoffnungen sind es wert, für kommende
Generationen erhalten zu werden?
An den interaktiven Stationen der Ausstellung können die Besucher:innen auf spielerische Weise
eigene Gedanken und Wünsche einbringen und aktiv daran mitwirken, eine Vision für Radolfzell zu
entwickeln – am Ende entscheiden sie selbst, was in die Zeitkapsel aufgenommen und bis zum
nächsten Jubiläum bewahrt werden soll.
Stadt und Hochschulen
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation des Kulturbüros Radolfzell, der Universität
Konstanz und der HTWG Konstanz. Im Wintersemester 2025/26 haben Studierende der Studiengänge
Geschichte, Architektur und Kommunikationsdesign die Ausstellung konzipiert und im
Sommersemester umgesetzt.
Die Ausstellung ist das siebte Projekt der interdisziplinären Kooperation “Mediale
Ausstellungsgestaltung”, die immer wieder innovative Akzente gesetzt hat und vielfach ausgezeichnet
worden ist.
Die Ausstellung eröffnet am 31. Juli 2026 in der Villa Bosch und ist bis zum 15. November zu sehen.
Den feierlichen Abschluss bildet die Übergabe der versiegelten Zeitkapsel mit den Hoffnungen und
Visionen der Radolfzeller:innen – geöffnet wird sie beim nächsten 1200jährigen Jubiläum 3226!
Die Villa Bosch ist Mittwoch bis Sonntag von 14.00 – 17.30 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag ist die Villa Bosch geschlossen!
Reggae im Herzen
Open Air Festival
Vom Kulturbüro Radolfzell & Ruffnick (Nic Albrecht), in Kooperation mit s’Bokle & HRK Event
Am Samstag, 25. Juli, heißt es wieder: Sommer, Sonne und karibische Klänge am Bodensee! Das Herzenbad in Radolfzell verwandelt sich in ein Open-Air-Paradies direkt am Seeufer – mit Reggae, Afrobeats und Dancehall im Mittelpunkt.
Ein „vielfältig vibrierender Treffpunkt für Musikfans und Familien“ (Wochenblatt) – kostenlos und unter freiem Himmel. Familiäre Stimmung, entspannte Atmosphäre und einen Tag voller Sommerfeeling: Neben zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern sowie DJs gibt es ein buntes Kinder- und Familienprogramm, kulinarische Leckerbissen von Foodtrucks und an Essensständen – und natürlich den „karibischen Flair am Seeufer“ (Südkurier).
Wenn die Sonne untergeht, geht es ab 22.30 Uhr bei der legendären Aftershowparty im s’Bokle mit Dancehall, Afrobeats und Reggae bis in die Nacht hinein weiter.
Ein perfekter Abschluss für einen unvergesslichen Sommertag am Bodensee.
Infos & Tickets unter: bokle.de
Hausherrenfest
Das Hausherrenfest kann auf eine über 300-jährige Tradition zurückblicken: Seit 1725 wird es jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli gefeiert.
Seinen Ursprung hat das Fest in der Verehrung der Heiligen Theopont, Senesius und Zeno, deren Reliquien seit dem 9. und 11. Jahrhundert in Radolfzell aufbewahrt werden. Dadurch entwickelte sich die Stadt früh zu einem bedeutenden Wallfahrtsort am Bodensee. Heute ist das Hausherrenfest ein fester Bestandteil des städtischen Lebens und stärkt Heimatgefühl und Gemeinschaft. Viele Radolfzellerinnen und Radolfzeller kehren dafür in ihre Heimat zurück. Neben weltlichen Festlichkeiten bleibt die feierliche Prozession am Hausherrensonntag mit den Reliquien der drei Schutzpatrone der Höhepunkt. Ein besonderer Brauch ist die Mooser Wasserprozession, die auf ein Gelübde aus dem Jahr 1796 zurückgeht. Damals baten die Mooser in Radolfzell um Schutz vor einer Viehseuche. Seit 1926 pilgern sie alljährlich am Hausherrenmontag mit blumengeschmückten Booten über den See. In Radolfzell werden die Pilger feierlich empfangen und zum Münster Unserer Lieben Frau begleitet.
Kulturnacht 2026
Am 2. Oktober verwandelt sich Radolfzell von 17.00 bis 24.00 Uhr in einen lebendigen Schauplatz für Kunst, Kultur und Kreativität: Bei der Kulturnacht präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler aus der freien Szene mit einem abwechslungsreichen Programm in der gesamten Stadt und im Ortsteil Böhringen.
Ob bildende Kunst, Fotografie, Skulpturen, Musik, Tanz, Literatur, Theater oder Film – die Kulturnacht bringt unterschiedlichste Ausdrucksformen zusammen und macht sie für alle erlebbar. Von großen Veranstaltungsorten über kleine Ateliers bis hin zu Einzelhandelsgeschäften wird Radolfzell zum offenen Kulturraum, der zum Entdecken und Verweilen einlädt.
Programm: Kulturnacht in Radolfzell | Kulturbüro Radolfzell
Lesung historischer Bodensee-Roman „Flüsterzeit“ – Petra Palumbo
»Flüsterzeit – zwischen Herkunft und Sehnsucht« erzählt die bewegende Geschichte der Familie Manogg über mehrere Generationen hinweg. Verwurzelt in der malerischen Landschaft zwischen Bodensee, Hegau und Schwäbischer Alb, ringen die Nachkommen mit den Schatten der Vergangenheit und den Herausforderungen einer ungewissen Zukunft. Von den Wirren des Deutschen Kaiserreichs bis zum Zusammenbruch der Weimarer Republik verweben sich persönliche Schicksale mit den großen Umbrüchen der Zeit. Zwischen süddeutscher Provinz und pulsierenden Metropolen entfaltet sich das Leben einer Familie, die aufbricht, ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Ein fesselnder Roman über Heimat, Aufbruch, Verlust und Neuanfang und ein beeindruckendes Zeitzeugnis.
»Flüsterzeit – zwischen Herkunft und Sehnsucht« ist der erste historische Roman von Petra Palumbo, die bislang als Krimiautorin unter dem Namen Luzi van Gisteren bekannt ist. Petra Palumbo wurde 1973 in Singen am Hohentwiel geboren und studierte Betriebswirtschaftslehre, bevor sie mehr als zwanzig Jahre für einen internationalen Konzern in München tätig war. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Radolfzell am Bodensee, wo ihre väterlichen Wurzeln liegen. Schon seit frühester Kindheit ist das Schreiben ihre Leidenschaft: Ihr erstes Buch verfasste die Autorin im Alter von 13 Jahren. Seit vielen Jahren unterrichtet sie Kreatives Schreiben für Jugendliche und Erwachsene, unter anderem an der Volkshochschule und im Rahmen literarischer Bildungsprojekte. Beruflich ist sie im Marketing tätig.
Der Eintritt ist frei.
Bitte anmelden:
museum@radolfzell.de
oder Tel. 07732/81-530 (Do–So, 11–17 Uhr)
Wer war Radolt?
Die Ausstellung „Wer war Radolt?“ behandelt die Fragen, warum und seit wann die Schule ihren Namen trägt. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden die historischen Hintergründe des Bischofs Radolt, seinem Wirken in Radolfzell und der Namensgebung der Ratoldusschule erforscht. Ziel ist eine kleine Ausstellung über das Leben und Wirken von Ratoldus und seine Bedeutung für Radolfzell heute. Dafür werden die Schülerinnen und Schüler historisches Arbeiten kennenlernen und mehr über die Stadtgeschichte erfahren. Das erarbeitete Wissen wird in einer transportablen Dauerausstellung im Schulhaus präsentiert und mithilfe von Infotexten auf der Schul-Website mit der erweiterten Schulgemeinschaft geteilt. Zum ersten Mal zu sehen ist die Ausstellung am Donnerstag, 18.06.2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr im Schulhaus der Ratoldusschule. Die Ausstellung ist inklusiv und barrierefrei.
Stadtrallye der Kitas Radolfzell
Die katholischen Kindertageseinrichtungen in Radolfzell organisieren gemeinsam mit dem Kinderladen Seehund und der Kinderkrippe Seepferdchen eine Stadtrallye, bei der Kinder und Eltern die Innenstadt auf spielerische Weise erkunden können. An mehreren Stationen in der Kernstadt sammeln Familien mithilfe von Laufkarten Stempel. Wer die Mindestanzahl an Stationen absolviert hat, erhält als Preis einen Eisgutschein, der beim Hausherrenfest eingelöst werden kann. Teilnehmen können alle interessierten Familien.
Es gibt 8 Stationen alle Stationen sind mögliche Startpunkte.
Stationen & mögliche Startpunkte:
– auf dem Gerberplatz beim Kinderladen Seehund
– beim Kindergarten St. Josef
– im Stadtgarten
– beim Friedrich-Werber-Haus
– am Ratoldusbrunnen auf dem Marktplatz
– auf dem Zunfthausplatz
Im Anschluss: Kinder-Hausherren-Prozession | Treffpunkt 17 Uhr im Stadtgarten
Die Teilnahme ist Gratis!
Kita-Einstieg Radolfzell: Stadt entdecken & gemeinsam ankommen
Ein Bürgerprojekt des Kita-Einstieg Radolfzell.
Das offene Elterncafé im Rahmen des Projekts „Kita-Einstieg Radolfzell“ lädt Eltern und ihre Kinder herzlich zu einem
besonderen Nachmittag ein: In entspannter Atmosphäre
können Familien bei einer Tasse Tee oder Kaffee ins
Gespräch kommen, während die Kinder spielen und erste
Kontakte knüpfen.
Ein besonderes Highlight erwartet die Teilnehmenden im
Anschluss – eine kindgerechte Stadtführung durch
Radolfzell. Gemeinsam geht es auf Entdeckungsreise durch
die historische Altstadt, erkundet man besondere Orte und
erlebt die Umgebung mit neuen Augen. Die Aktion schafft
Raum für Begegnung, Orientierung und Gemeinschaft – ein
schöner Schritt ins Ankommen für Familien in Radolfzell.
Anmeldung bis 31.08.26 an kita-einstieg@web.de
(Max. 25 Teilnehmende)
Die Teilnahme ist kostenlos.
Mögginger Schlossfestspiele
AUSVERKAUFT
Am letzten Juniwochenende ist der Schlosshof des Mögginger Wasserschlosses Schauplatz für die Schlossfestspiele und greift damit die legendären Freiluftaufführungen der Nachkriegszeit auf, deren glanzvoller Höhepunkt zur 1.200-Jahrfeier die Inszenierung des Jahres 1960 bildet. Bereits bei der „Indischen Prinzessin“ zur Mögginger 1.250-Jahrfeier 2010 und dem „Lebendschachspektakel“ 2017 auf dem Mögginger Dorfplatz lebte diese Tradition wieder auf. Das diesjährige Theaterstück beleuchtet unter anderem die Einquartierung französischer Offiziere im Schloss, die Verstrickung einzelner Mögginger in die nationalsozialistische Bewegung, zwischenmenschliche Konflikte während der Besatzungszeit und das Fortbestehen von rechtsradikalem Gedankengut bis in die Gegenwart. Der Titel des diesjährigen Stücks „Albinle das Schlossgespenst“ deutet aber an, dass es nicht nur um ernste Dinge gehen wird. Neben der Theateraufführung wird es jeweils im Anschluss eine musikalische Unterhaltung geben: am 26. Juni die „Alläfänzigä“ aus Immendingen, am 27. Juni die Band „Sound Kitchen“. Ergänzt wird das Programm durch einen Kindernachmittag am Samstag, Bewirtung an Getränke- und Essständen („Möggingen kocht“) und jeweils einer Schlossbeleuchtung zum Ausklang.
Programm:
Freitag, 26.06.2026
17.00 Uhr: Eröffnung mit dem Fanfarenzug, Getränke- und Essstände unter dem Motto „Möggingen kocht“
19.00 Uhr: Theateraufführung – ausverkauft –
21.30 Uhr: „D‘Alläfänzigä“
22.30 Uhr: Schlossbeleuchtung
Samstag, 27.06.2026
15.00 Uhr: Kindernachmittag
17.00 Uhr: Getränke- und Essständen unter dem Motto „Möggingen kocht“
19.00 Uhr: Theateraufführung – ausverkauft –
21.30 Uhr: „Sound Kitchen“
22.30 Uhr: Schlossbeleuchtung
Eintrittspreise
Zugang zum Schlosshof (Erwachsene): 5,00 Euro
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